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Warum sind israelische GründerInnen so erfolgreich?

Am 31. Mai 2018 fand im ESMT am Schlossplatz in Berlin ein sog. Open Lecture statt. Das ESMT ist eine staatlich anerkannte private wissenschaftliche Hochschule mit den Themenschwerpunkten Leadership, Innovation und Analytics.

Als Gast und Speaker präsentierte Dr. Etay Shilony einige Einblicke und Erkenntnisse aus seinem Buch „Israelism“. Dr. Etay Shilony ist ursprünglich Psychologe und kann auf 20 Jahre Beratererfahrung im internationalen Management zurückblicken.

Der Titel der Veranstaltung machte mich neugierig, auch, weil mein geschätzter Professor mir diese Veranstaltung ans Herz legte: Learning and unlearning from the israeli entrepreneurship experience.

Hohe Gründerquote – niedrige Scheiterrate

Dr. Etay Shilony berichtete in seiner Rede über seine Erfahrungen und Forschungen innerhalb der Gründerszene in Israel. Israel  verfügt- ähnlich wie Berlin – über eine lebendige und produktive Gründerkultur. Anders ist allerdings, dass die Scheiterrate sehr gering ist. Auf mögliche (kulturelle) Ursachen richtete der Vortrag seinen Fokus.

Gute Erfolgsquoten im Gründerbereich kulturell bedingt

Die Thesen von Dr. Etay Shilony zur Begründung der hohen Erfolgsquoten der Gründungsunternehmen stellten vor allem auf den kulturellen Hintergrund der israelischen GründerInnen ab. Er ist klinischer Psychologe und so war es interessant zu hören auf welche Einstellungen er die guten Resultate abstellte:

  • Glorify the lack of process
  • Managing without planning
  • Never again – a Nation in Trauma
  • „Chosen people“
  • Rule are to be challenged
  • Anything can be done
  • Out of the box

Die häufigsten Fehler von GründerInnen

Nach der Rede wurde übergeleitet zu einem Gespräch mit dem Gastgeber Prof. Dr. Jan Hager (Associate Professor am ESMT Berlin). Aus dem Publikum kam eine Frage von einem Gründer, der im ersten Projekt gescheitert war. Er wollte wissen, was er beim nächsten Mal besser machen könne. Dr. Etay Shilony antwortete sehr charmant mit dem Hinweis auf drei Fehler, die die meisten GründerInnen machen:

  • Die meisten tendieren dazu ein Vorhaben zu starten mit Menschen mit denen sie sich wohlfühlen.
  • „No adults involved“: Es sei immer ratsam mit Menschen zu arbeiten, die über mehr Erfahrung verfügen (KapitalgeberInnen, Consultants, erfahrene GründerInnen)
  • Verwechslung von Chaos und Kreativität

Am Ende der Veranstaltung bemerkte er, dass man nicht vergessen dürfe, dass 90% des Weges mit Minen versehen sei. Nur 10% funktioniere überhaupt. Umso erstaunlicher, dass es in Israel trotzdem zu einer solch hohen Erfolgsquote kommt. Vielleicht auch, weil man dort jeden Tag lernt wachsam zu sein.

 

 

 

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