Emotionale Erste Hilfe

Die Corona-Krise wird uns noch eine Weile beschäftigen. So kann es bei einem selbst aber auch bei Menschen im nahen Umfeld zu psychosozialen Überforderungssituationen kommen. Konflikte treten sichtbarer hervor, soziale Isolation führt zu Niedergeschlagenheit und die Ungewissheit, wie es in Zukunft weitergeht, kann zu großer Verunsicherung, Ohnmacht und Hilflosigkeit führen. 

Es gibt einige Hilfsangebote, die genutzt werden können. Aber was tut man, wenn einem ein naher Angehöriger, eine Freundin oder der Nachbar verzweifelt oder auch wütend vor einem steht?

Es braucht nicht viel, um angemessen reagieren zu können, um die Situation zu deeskalieren bzw. zu stabilisieren. Durch einen geschützten Rahmen zwischen beiden Gesprächspartner*innen wird eine offene Atmosphäre hergestellt, die dazu dient, dass der oder diejenige sich mitteilen kann. Das Gesprächangebot kann dann folgendermaßen eingeleitet werden, muss aber auch nicht:

“Stell dir vor, du sitzt oder liegst bequem an einem Ort deiner Wahl und du erzählst mir einfach was dich gerade belastet oder was dir in den Sinn kommt. Ich habe Zeit für dich und höre dir zu. Sei nicht irritiert, wenn ich auch in Gesprächspausen nichts sage. Ich möchte einfach, dass du dich ausdrücken kannst und ich deine Situation so verstehen kann.” Oder so ähnlich.

Im Wesentlichen umfasst die Emotionale Erste Hilfe folgende Bestandteile:

  • 1. Stabile Seitenlage →  sicheres Umfeld schaffen
  • 2. Lindernde Schmerzcreme → Frei reden lassen, nicht unterbrechen, präsent sein
  • 3. Verband → Wertschätzung und Dankbarkeit für Offenheit

Der Stress des Sprechenden konnte durch das Zuhören reduziert werden, wodurch eine fühlbare Erleichterung eingetreten sein sein sollte. Wichtig ist es Ratschläge zu unterlassen, auch wenn das eigentlich das Schwierigste am Zuhören ist.

Die Intervention besteht also im Unterlassen: Keine Ratschläge, keine Lösungsansätze, (vorerst) kein Teilen von eigenen Erfahrungen, kein Verneinen, Bagatellisieren, Kritisieren von gefühlten Problemen. Einfach nur reden lassen.


 

Kollektive und auf dem Peer-to-Peer-Prinzip basierende Ansätze zur seelischen Gesundheit in Organisationen:

  • Gegenseitiges Zuhören
  • Gegenseitige Akzeptanz
  • Gegenseitige Wertschätzung

Diese Ansätze werden in dem Verein zur Förderung gegenseitiger Stressbewältigung und Wertschätzung i.G. entwickelt und verbreitet.

 

Menschen in schwierigen Lebensphasen können uns täglich begegnen. Das macht Gespräche und das Miteinander zu einer Herausforderung. Wie meistern Sie diese Situation mit mehr Gelassenheit? Wie können wir besser mit Zurückweisungen umgehen? Wie kommunizieren wir aufrichtig ohne zu verletzen und uns selbst auszuliefern?

In diesem Seminar können Sie vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch lernen und wie Sie sich in schwierigen Gesprächssituationen behaupten können.

Wer eine vorgefertigte Lösung sucht, ist in diesem Seminar falsch. Wir konzentrieren uns auf individuelle „schwierige“ Gesprächssituationen und reflektieren gemeinsam, was ein guter Weg sein kann damit umzugehen. Selbsterkenntnis ist vorprogrammiert.

 

Wie nutze ich die Emotion Ärger als wichtigen Indikator für Störungen? Wie gehe ich konstruktiv mit Ärger um? Wie kann ich gelassener auf das emotionale Verhalten anderer reagieren?

Emotionen beeinflussen unser berufliches und privates Entscheidungsverhalten. Durch das bewusste Wahrnehmen der Emotionen können Reibungsverluste vermieden und aufgelöst werden. Lebens- und Entscheidungsqualität werden z.B. durch einen bewussten Umgang mit Konflikten und einer aufrichtigen Kommunikation gesteigert. Dies hat einen direkten Einfluss auf den Erfolg und die eigene Zufriedenheit.